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Nelson Mandelas Zelle: eine Schlafmatte, ein kleiner Tisch und ein Eimer auf dem kahlen Boden

Nelson Mandela auf Robben Island: 18 Jahre in einer Einzelzelle der Sektion B

Andrea SemonellaVon Andrea Semonella Aktualisiert am 10 Min. Lesezeit

Kurz gesagt

Nelson Mandela verbrachte 18 seiner 27 Haftjahre auf Robben Island, vom 13. Juni 1964 bis zum 31. März 1982, als Häftling 466/64. Nach dem Rivonia-Prozess kam er mit einer lebenslangen Strafe auf die Insel, schlief in einer Einzelzelle der Sektion B und arbeitete im Kalksteinbruch. Seine Zelle siehst du am Ende der Führung des Robben Island Museum, die du bei Tiqets buchen kannst.

Warum kam Mandela nach Robben Island?

Als der Rivonia-Prozess begann, war Mandela bereits Häftling. Er verbüßte eine fünfjährige Haftstrafe, weil er Südafrika ohne Pass verlassen und Arbeiter zum Streik aufgerufen hatte. Am 27. Mai 1963 wurde er zum ersten Mal nach Robben Island verlegt und am 12. Juni 1963 zurück nach Pretoria gebracht, nach gut zwei Wochen auf der Insel.

Wenige Wochen später stürmte die Polizei die Liliesleaf Farm in Rivonia und verhaftete mehrere seiner engsten Mitstreiter. Am 9. Oktober 1963 stand Mandela mit zehn anderen wegen Sabotage vor Gericht. Ihnen drohte die Todesstrafe.

Der Rivonia-Prozess und die Rede von der Anklagebank

Am 20. April 1964 eröffnete Mandela die Verteidigung mit einer Erklärung von der Anklagebank. Den berühmtesten Satz daraus zitiert die Nelson Mandela Foundation in ihrer Biografie Mandelas: Für dieses Ideal sei er bereit zu sterben, im englischen Original „it is an ideal for which I am prepared to die“.

Am 11. Juni 1964 wurden er und sieben weitere Angeklagte schuldig gesprochen. Am nächsten Tag, dem 12. Juni, verkündete das Gericht das Strafmaß: nicht die Todesstrafe, sondern lebenslange Haft. Die politischen Gefangenen, die der Staat für die gefährlichsten hielt, schickte er nach Robben Island, und dorthin kamen nun auch die Verurteilten von Rivonia. Dem Gefängnis selbst, seinen Sektionen und den übrigen Häftlingen widmen wir eine eigene Seite: das Gefängnis auf Robben Island.

13. Juni 1964: Häftling 466/64

Wenige Stunden nach dem Urteil flog man die Männer gegen Mitternacht nach Robben Island; deshalb gilt der 13. Juni 1964 als Tag der Ankunft. Mit Mandela kamen sechs Männer: Walter Sisulu, Ahmed Kathrada, Govan Mbeki, Raymond Mhlaba, Elias Motsoaledi und Andrew Mlangeni. Der achte Verurteilte, Denis Goldberg, wurde von der Gruppe getrennt, weil er weiß war, und musste seine Strafe in Pretoria verbüßen.

Der Isolationstrakt war noch nicht ganz fertig. Nach Angaben des Robben Island Museum verbrachten Mandela und sechs seiner Mitangeklagten die ersten zwei Wochen im Ou Tronk, dem alten Gefängnis am Hafen, bevor sie in ihre Einzelzellen kamen.

Mandela wurde Häftling 466/64, der 466. Gefangene, der 1964 auf Robben Island eintraf. Jahrzehnte später benannte er seine Kampagne 46664 nach dieser Nummer.

Seine Haltung im Gefängnis fasste er später in einem Satz zusammen, den die Nelson Mandela Foundation veröffentlicht hat: Wie die Gefängnisbehörden einen behandelten, hänge vom eigenen Auftreten ab (im Original: „I believe the way in which you will be treated by the prison authorities depends on your demeanour“).

Mandelas Zelle in der Sektion B

Mandela saß nicht in den Gemeinschaftszellen der allgemeinen Sektionen, wo sich bis zu 52 Männer einen Raum teilten. Man hielt ihn im Isolationstrakt fest, einem U-förmigen Bau mit rund 90 Einzelzellen. Mitte der 1970er-Jahre wurde der Trakt in drei Sektionen geteilt, und sein Flügel, der Ostflügel, wurde zur Sektion B, der Leadership Section: Hier saßen die Anführer der Befreiungsbewegungen, getrennt von den übrigen Gefangenen.

Wie groß war Mandelas Zelle?

Die Online-Ausstellung des Museums über das Gefängnis, gestaltet zusammen mit der Nelson Mandela Foundation, gibt die Zelle mit etwa 2 mal 2 Metern an. Die Zellen anderer politischer Gefangener waren ähnlich. Heute siehst du in der Zelle eine Schlafmatte auf dem Boden, einen kleinen Tisch und einen Eimer, sonst nichts. Bis 1979 schliefen alle Häftlinge auf Robben Island auf Matten am Boden, erst dann kamen Betten.

Ein Pressefoto aus den späten 1970er-Jahren, das das Museum aufbewahrt, zeigt die Zelle mit Bücherregalen. Gebaut hatte sie ein Mitgefangener, Jeff Masemola. Mit Schreibtisch und Regalen blieb kaum Platz zum Liegen, und das Bettzeug musste abends ausgerollt und morgens wieder eingerollt werden.

In vielen Reiseführern steht eine Zellennummer, aber nicht überall dieselbe. Das Robben Island Museum veröffentlicht sie nicht, und die Sekundärquellen widersprechen sich, deshalb nennen wir keine. Auf der Tour führt dich der Guide zur richtigen Tür.

Das vergitterte Fenster über Schlafmatte und Tisch in Nelson Mandelas Zelle
Das vergitterte Fenster über Schlafmatte und Tisch in Mandelas Zelle
Die vergitterten Fenster eines Zellenblocks an der Gefängnismauer
Vergitterte Fenster eines Zellenblocks an der Gefängnismauer

Wie lange saß Mandela im Gefängnis auf Robben Island?

Achtzehn Jahre, vom 13. Juni 1964 bis zum 31. März 1982. Das sind zwei Drittel der 27 Jahre, die er im Gefängnis verbrachte. In keinem anderen Gefängnis saß er so lange, und dazu kommen noch die zwei Wochen von 1963.

Die Grafik zeigt, wie sich die Zeit zwischen dem Urteil und seiner Freilassung auf die drei Gefängnisse verteilte, in denen er saß.

Mandelas lebenslange Haft, Gefängnis für Gefängnis
  • Robben Island18 Jahre (Juni 1964 bis März 1982)
  • Pollsmoor-Gefängnis, Kapstadt6 Jahre und 8 Monate (März 1982 bis Dezember 1988)
  • Victor-Verster-Gefängnis bei Paarl14 Monate (Dezember 1988 bis Februar 1990)

Daten der Nelson Mandela Foundation. Die insgesamt 27 Jahre umfassen auch die Haftzeit vor dem Urteil im Rivonia-Prozess vom 12. Juni 1964.

  • 18Jahre auf Robben Island
  • 27Jahre Haft insgesamt
  • 466/64Seine Häftlingsnummer
  • 1964-1982Von der Ankunft bis zur Verlegung

Das Leben auf der Insel: Kalksteinbruch und Sektion B

Arbeit im Kalksteinbruch

Zwangsarbeit gehörte zur Strafe, und wie alle afrikanischen Häftlinge bekam Mandela dafür nur kurze Hosen. Im Kalksteinbruch landeinwärts von Murray's Bay Harbour wurde schon zur Zeit der Niederländer Kalk abgebaut. Ab 1963 arbeiteten dort die Häftlinge der allgemeinen Sektionen; später schickte man die Anführer der Sektion B, darunter Mandela, in den Steinbruch, und die allgemeinen Sektionen kamen in den Bluestone Quarry. Mit dem Kalk wurden vor allem die Straßen der Insel ausgebessert. Die Ausstellung des Museums hält fest, dass das grelle Licht auf dem weißen Gestein Mandelas Augen dauerhaft schädigte, wie die vieler anderer Gefangener.

Der Hof

Das Leben in der Sektion B drehte sich um den Hof, den du auf der Tour überquerst. Ein Foto, das Mandela dort im Gespräch mit Walter Sisulu zeigt, vermutlich 1965 von einem britischen Journalisten aufgenommen, nutzte die Gefängnisleitung, um den Eindruck zu erwecken, die politischen Gefangenen lebten „würdevoll“. 1977 organisierte die Regierung einen Pressebesuch auf der Insel. Dafür holte man Häftlinge, die sonst in kurzen Hosen im Steinbruch schufteten, zur Gartenarbeit und gab ihnen lange Hosen, und Mandela wurde beim Gärtnern mit Herman Toivo ja Toivo von der SWAPO und Justice Mpanza fotografiert. Am 19. Mai 1977 schrieb er an den Gefängnisdirektor und protestierte dagegen, dass Journalisten Häftlinge ohne deren Zustimmung fotografiert hatten.

Lernen, Nachrichten und Widerstand

Die Gefangenen machten aus der Insel einen Ort des Lernens. Sie unterrichteten sich gegenseitig, setzten sich zum Ziel, dass kein Mann die Insel verließ, ohne lesen und schreiben zu können, und erstritten 1973 vor Gericht das Recht zu studieren. Mandela selbst nahm per Fernstudium an der University of London das Studium wieder auf, ohne es abzuschließen; seinen Abschluss in Rechtswissenschaften (LLB) machte er schließlich 1989 an der University of South Africa, noch in Haft. Nachrichten von draußen waren verboten, also sammelten die Häftlinge sie heimlich und gaben sie weiter. Mit Hungerstreiks und Petitionen erzwangen sie nach und nach bessere Bedingungen: Gärten, Sport und 1979 endlich Betten.

Der Hof der Sektion B im Hochsicherheitsgefängnis

Der Hof der Sektion B, wo Mandela und die anderen Anführer saßen

Briefe, Besuche und die Beerdigungen, die man ihm verwehrte

Der Kontakt zur Familie gehörte zum Schwersten an der Haft. Jeder Brief ging durch die Zensur des Gefängnisses, die schwärzte oder herausschnitt, was ihr unerwünscht schien. Besuche fanden im Besucherzentrum am Hafen statt, an dem die Tour vorbeiführt: Häftling und Besucher saßen sich hinter einer dicken Glasscheibe gegenüber und sprachen über eine Sprechanlage, ohne jede Berührung. Ab 1975 durften nur noch Verwandte ersten Grades kommen.

1968 starb Mandelas Mutter. 1969 starb sein ältester Sohn Thembi. Zu keiner der beiden Beerdigungen durfte er fahren, ihm blieben nur Briefe.

Selbst für ein Buch brauchte er eine Genehmigung. Am 2. Oktober 1979, so die Nelson Mandela Foundation, bat er den Gefängnisdirektor schriftlich, das Buch „Vorster - The Man“ von D'Oliveira kaufen zu dürfen.

„Der lange Weg zur Freiheit“, versteckt im Garten

Nach langem Ringen durften die Gefangenen in einigen Höfen Gärten anlegen, auch in der Sektion B. Dieser Garten hatte noch einen zweiten Zweck. Den ersten Entwurf seiner Autobiografie, „Der lange Weg zur Freiheit“, schrieb Mandela auf Robben Island, und versteckt wurde er im Garten der Sektion B.

Das Manuskript deckte sich nicht immer mit dem gedruckten Buch. Die Nelson Mandela Foundation nennt ein Beispiel: Im Originalmanuskript stirbt sein Vater 1930, als Mandela zwölf war; in der veröffentlichten Autobiografie ist er da erst neun.

Das Buch, das um die Welt ging, begann als Manuskript, versteckt in einem Gefängnisgarten.

Mandelas Mitgefangene auf Robben Island

In der Sektion B war Mandela nie allein. Mit ihm verbüßten dort Walter Sisulu, Ahmed Kathrada, Govan Mbeki, Raymond Mhlaba, Elias Motsoaledi und Andrew Mlangeni ihre lebenslange Haft, allesamt Mitangeklagte aus dem Rivonia-Prozess.

Zur selben Zeit saßen noch andere auf der Insel. Robert Sobukwe, der Gründer des Pan Africanist Congress, saß von 1963 bis 1969 allein in einem Haus abseits des Gefängnisses. Jacob Zuma war von 1963 bis 1973 Häftling, Kgalema Motlanthe von 1977 bis 1987: Beide wurden später, wie Mandela, Präsidenten Südafrikas. Viele andere Mithäftlinge wurden Minister, Premierminister einer Provinz oder Richter; unsere Liste der Häftlinge von Robben Island führt sie Name für Name auf. Auch namibische SWAPO-Anführer wie Herman Toivo ja Toivo saßen hier.

Licht fällt durch die vergitterten Fenster des Gefängnisses auf Robben Island

Licht fällt durch die vergitterten Fenster des Gefängnisses

Abschied von der Insel: Pollsmoor, 1982

Am 31. März 1982 wurde Mandela von der Insel ins Pollsmoor-Gefängnis in Kapstadt verlegt, zusammen mit Walter Sisulu, Raymond Mhlaba und Andrew Mlangeni. Ahmed Kathrada kam im Oktober nach. Nach einer Prostataoperation im November 1985 trennte man Mandela von seinen Mitgefangenen. Am 7. Dezember 1988 brachte man ihn in ein Haus auf dem Gelände des Victor-Verster-Gefängnisses bei Paarl.

Am Sonntag, dem 11. Februar 1990, ging er aus Victor Verster in die Freiheit, neun Tage nachdem ANC und PAC wieder zugelassen worden waren. Am 10. Mai 1994 wurde er als erster demokratisch gewählter Präsident Südafrikas vereidigt. Die letzten politischen Gefangenen verließen Robben Island im Mai 1991.

  1. 27. Mai 1963

    Erste Verlegung nach Robben Island, für etwa zwei Wochen.

  2. 9. Oktober 1963

    Der Rivonia-Prozess beginnt.

  3. 20. April 1964

    Mandelas Erklärung von der Anklagebank.

  4. 12. Juni 1964

    Verurteilung zu lebenslanger Haft.

  5. 13. Juni 1964

    Ankunft auf Robben Island als Häftling 466/64.

  6. 31. März 1982

    Verlegung ins Pollsmoor-Gefängnis.

  7. 7. Dezember 1988

    Verlegung in ein Haus beim Victor-Verster-Gefängnis.

  8. 11. Februar 1990

    Entlassung aus dem Victor-Verster-Gefängnis.

  9. 10. Mai 1994

    Vereidigung als Präsident Südafrikas.

  10. 1995

    Rückkehr auf die Insel zum Treffen ehemaliger Häftlinge.

Der Nobel Square an der V&A Waterfront mit den Statuen der vier südafrikanischen Friedensnobelpreisträger

Nobel Square an der Waterfront: Südafrikas vier Friedensnobelpreisträger

Die Rückkehr 1995 und das Isisivane

1995 kam Mandela nach Robben Island zurück, diesmal als Präsident, um ein Treffen ehemaliger politischer Gefangener zu leiten. Am Eingang zum Kalksteinbruch, in dem er und seine Mitstreiter jahrelang gegraben hatten, schichteten sie einen Steinhaufen auf, das Isisivane, zur Erinnerung an ihr Leben und ihre Zwangsarbeit im Gefängnis.

Der Steinhaufen liegt noch heute dort, und der Tourbus fährt am Kalksteinbruch vorbei: Achte auf die Steine am Eingang.

Der weiße Boden des Kalksteinbruchs auf Robben Island, dahinter ein Wachposten

Der Kalksteinbruch, in dem Mandela und die Häftlinge der Sektion B schufteten

Mandelas Zelle heute besichtigen

Die Zelle siehst du nur mit der Führung des Robben Island Museum. Die Fähre legt am Nelson Mandela Gateway an der V&A Waterfront ab. Das Gebäude trägt seinen Namen, und bis zum Einsteigen kannst du dir dort eine Ausstellung über sein Leben ansehen (mehr dazu auf unserer Seite zum Nelson Mandela Gateway). Auf der Insel fahren Busse am Kalksteinbruch und an Robert Sobukwes Haus vorbei; danach gehst du zu Fuß durch das Hochsicherheitsgefängnis, oft mit einem ehemaligen politischen Gefangenen als Guide. Die Tour endet in der Sektion B mit einem Blick in Mandelas Zelle.

Das Gateway liegt im Clock Tower Precinct der V&A Waterfront. Dort checkst du ein und gehst an Bord:

Nelson Mandela Gateway, Abfahrt der Fähre zu Mandelas Insel

In Google Maps öffnen
Die Google-Karte lädt erst nach einem Klick (Google kann Cookies setzen).

Mit den Fährfahrten dauert der ganze Besuch etwa 3,5 bis 4 Stunden. Du kannst Fähre und Gefängnisführung bei Tiqets buchen, ab 42,50 €; in der flexiblen Version für 65 € kannst du bis 24 Stunden vorher kostenlos stornieren oder umbuchen. Weitere Möglichkeiten findest du auf unserer Seite zu den Robben Island Tickets; wie der Besuch Stunde für Stunde abläuft, steht im Artikel zur Robben Island Tour. Die ganze Geschichte der Insel, von den ersten Sträflingen 1615 bis zum Museum, erzählt unser Artikel zur Geschichte von Robben Island.

Häufige Fragen zu Nelson Mandela auf Robben Island

Wie lange war Nelson Mandela auf Robben Island?

18 Jahre, vom 13. Juni 1964 bis zum 31. März 1982. Insgesamt saß er 27 Jahre im Gefängnis: Nach Robben Island kam er ins Pollsmoor-Gefängnis und zuletzt ins Victor-Verster-Gefängnis, aus dem er am 11. Februar 1990 freikam.

Warum saß Mandela auf Robben Island im Gefängnis?

Am Ende des Rivonia-Prozesses, am 12. Juni 1964, wurde er zusammen mit sieben Mitangeklagten wegen Sabotage zu lebenslanger Haft verurteilt. Auf Robben Island sperrte das Apartheidregime seine wichtigsten politischen Gefangenen ein.

Welche Häftlingsnummer hatte Mandela?

466/64: Er war der 466. Häftling, der 1964 auf Robben Island ankam. Später benannte er seine Kampagne 46664 nach dieser Nummer.

In welcher Zelle saß Mandela auf Robben Island?

In einer Einzelzelle der Sektion B, der Sektion der Anführer im Isolationstrakt. Das Robben Island Museum veröffentlicht die Zellennummer nicht, und andere Quellen widersprechen sich, deshalb nennen wir keine: Auf der Tour zeigt dir der Guide die Zelle.

Kann man Mandelas Zelle betreten?

Das Museum beschreibt den Abschluss der Tour als Besichtigung von Mandelas Zelle. Rechne damit, dass du vom Gang aus durch die Tür hineinschaust und nicht darin herumgehst; was am jeweiligen Tag möglich ist, sagt dir der Guide.

Wo liegt die Insel, auf der Mandela gefangen war?

Robben Island liegt in der Table Bay, rund 11 km von Kapstadt und knapp 7 km vor Bloubergstrand. Die Fähren des Museums legen am Nelson Mandela Gateway an der V&A Waterfront ab.

Wie groß war Mandelas Zelle auf Robben Island?

Etwa 2 mal 2 Meter, so die Online-Ausstellung, die das Robben Island Museum mit der Nelson Mandela Foundation gestaltet hat. Mit Schreibtisch und Regalen darin musste er sein Bettzeug nachts auf dem Boden ausrollen.

Welche Arbeit machte Mandela auf Robben Island?

Zwangsarbeit im Kalksteinbruch, dem Lime Quarry. Mit dem Kalk wurden die Straßen der Insel ausgebessert. Wie das Museum festhält, schädigte das grelle Licht auf dem weißen Gestein Mandelas Augen dauerhaft, wie die vieler anderer Häftlinge. Mitte der 1970er-Jahre endete die Schwerstarbeit auf der Insel.

Ist Mandela jemals nach Robben Island zurückgekehrt?

Ja. 1995 leitete er auf der Insel ein Treffen ehemaliger politischer Gefangener. Am Eingang zum Kalksteinbruch schichteten sie einen Steinhaufen auf, das Isisivane; vom Tourbus aus siehst du ihn noch heute.

Wie kann ich Mandelas Zelle besuchen?

Mit der Standardtour über Robben Island, die in der Sektion B vor der Zelle endet. Du kannst Fähre und Gefängnisführung bei Tiqets buchen, ab 42,50 €. Die flexible Version für 65 € kannst du bis 24 Stunden vorher kostenlos stornieren oder umbuchen.

Andrea Semonella

Andrea SemonellaGeboren und aufgewachsen in Genua, Mitgründer von Benicool, einem Unternehmen, das unabhängige Reiseführer zu großen Kulturstätten herausgibt. Er war auf allen Kontinenten unterwegs und schreibt darüber, wie man diese Orte besucht, ohne Zeit oder Geld zu verschwenden.

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